"Leiko Ikemura. August Macke Prize Laureate", solo

 

Sauerland-Museum-Arnsberg Germany

 

06. 06. 2010 - 29. 08. 2010

In der Inkubationszeit der Moderne hat August Macke Menschen in Landschaften festgehalten, grazile Damen in engen fußlangen Kleidern vor Modeläden und Spaziergänger auf der Brücke oder im Park. August Macke zählt zweifellos zu den großen Koloristen des 20. Jahrhunderts. Es ist deshalb durchaus folgerichtig, dass die erste Preisträgerin des erneuerten August- Macke-Preises eine Künstlerin ist, für die Farbe eine der tragenden Stimmen ihres Werkes darstellt.

 

Gezeigt werden Malerei, Skulptur und neben Papierarbeiten auch Photographien die Einblicke in die Welt von Leiko Ikemura gewähren.

 

 

Den ersten Gedanken mittels Skizzen folgt die Übersetzung in ein anderes Medium. „Im Zentrum steht dabei die menschliche Figur, zumeist als Mädchen oder junge Frau. In Gemälden und Aquarellen erscheinen sie als durchlichtete Wesen, flüchtig und wie in Auflösung begriffen. Ihre transparenten Körper drücken die Unfassbarkeit der menschlichen Existenz aus, ein ständiges Werden und Vergehen zwischen dem Nicht-Mehr und dem Noch-nicht.

 

„Ikemuras Einsatz der künstlerischen Mittel – der Farbe, der plastischen Werkstoffe – folgt der Vorstellung von Flüchtigkeit und Transparenz. Denn die Künstlerin verarbeitet ihre Werkstoffe in einer Weise, die ihnen gleichermaßen etwas Unkörperliches und Undingliches verleiht. Die dünnflüssige Farbe, die ohne Vorzeichnung direkt auf die grobe Jute aufgetragen wird, legt sich nicht opak über den Grund, der dadurch bedeckt und verborgen wird, sondern sie durchtränkt den Stoff, wird eins mit ihm. Farbe gerinnt nicht zur festen Substanz, sondern bewahrt etwas Schwebendes, Körperloses. Figuren, Raum und Malerei sind aus dem selben Stoff gemacht.“

 

Tour:

 

 

 

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