Leiko Ikemura - von Ost nach Ost

Yellow Scape, 2019, tempera and oil on jute, 110 x 180 cm © Leiko Ikemura and VG Bild-Kunst Bonn, 2020. / Photo: Jörg von Bruchhausen.

Die Kunsthalle Rostock hat die Leiko Ikemura eingeladen, ihre Arbeiten mit Werken aus der Sammlung der Kunsthalle Rostock sowie mit einigen Leihgaben in Beziehung zu setzen, um ostdeutsche und osteuropäische Kunst mit Blick auf Ostasien in einen Dialog zu bringen.

Die Ausstellung umfasst etwa 44 Werke Leiko Ikemuras aus den letzten drei Jahrzehnten, darunter Gemälde, Aquarelle, plastische Arbeiten und Fotografien. Letztere, die Schwarz- Weiß-Fotografien, aus der Serie „Fiori Mori“ (2020) werden erstmals in einer Ausstellung präsentiert.

Die 1997 entstandenen Illustrationen zu Liebesgedichten von Marina Zwetajewa (Cvetaeva), eine der bedeutendsten russischen Dichter*innen im 20. Jahrhundert, verdeutlichen unmittelbar Leiko Ikemuras Auseinandersetzung mit osteuropäischer Kunst und Kultur. Für diese Ausstellung möchte sie einen anderen Blick thematisieren. Ausgehend von ihrer Situation in Deutschland lebend, konfrontiert mit Osteuropa, wahrgenommen vom eigenen fernöstlichen kulturellen Ursprung stellt sie Fragen, inwiefern diese Auseinandersetzung neue Perspektiven und Horizonte öffnet.

Aus dem Sammlungsbestand der Kunsthalle Rostock hat Leiko Ikemura insgesamt sieben Arbeiten drei dort vertretener Künstler*innen ausgewählt: Bildnisse der Rostocker Malerin Kate Diehn-Bitt (1900 – 1978), eine Installation des in New York lebenden, aus der ehemaligen Sowjetunion stammenden Künstlerpaares Ilya & Emilia Kabakov (* 1933/* 1945) und ein Seestück der in der DDR aufgewachsenen und in den 1980er Jahren nach Westdeutschland emigrierten Malerin Sabine Moritz (* 1969).

Des Weiteren sind in der Ausstellung Werke der Grafikerin Christin Wilcken (* 1982), der Künstlerin Tanja Zimmermann (* 1960) – die beide in der Region um Rostock leben und arbeiten – sowie der tschechischen, in Deutschland und Prag lebenden Bildhauerin und Fotografin Magdalena Jetelová (* 1946) zu sehen.

Aus der eigenen Privatsammlung wählte Leiko Ikemura je eine Arbeit der in Berlin lebenden polnischen Künstlerin Alicja Kwade (* 1979) und des albanischen Künstlers und Ministerpräsidenten Edi Rama (* 1964) aus. Außerdem wird die Ausstellung durch ein Werk des in Rumänien aufgewachsenen und seit 1985 in Deutschland lebenden Künstlerduos Gert & Uwe Tobias (* 1973) ergänzt.

Im Dialog der Werke Leiko Ikemuras mit den Arbeiten der genannten Künstler*innen lassen sich Grenzen überschreiten und neue Erfahrungsräume eröffnen. Die Betrachter*innen tauchen in eine von Sinnlichkeit und Emotionen belebte Atmosphäre ein. Themen wie Migration, Interkulturalität, kulturelle Differenzen und die eigene Identität kommen in der Reflexion der künstlerischen Positionen und ihrer Biografien zur Sprache.

In der Ausstellung vertretene Künstler*innen: Kate Diehn-Bitt, Magdalena Jetelová, Ilya & Emilia Kabakov, Alicja Kwade, Sabine Moritz, Edi Rama, Gert & Uwe Tobias, Christin Wilcken, Tanja Zimmermann, Marina Zwetajewa (Cvetaeva) u. a.

Pressemittelung.

Press release.

Source: Kunsthalle Rostock

 

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